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1970 - 1980

Kommunalwahl 1972 – ein voller Erfolg

In der Ortshauptversammlung vom 30. Dezember 1971 wurden unter anderem die Grundlagen für die Gemeinderatswahl im Juni 1972 geschaffen. Bei den Neuwahlen wurde Josef Schober zum stellv. Vorsitzenden und Günther Hammer zum Kassier gewählt. Der Bürgermeisterkandidat hieß erneut Josef Schober und in der Liste der CSU-Gemeinderatskandidaten waren zehn Neulinge aufgeboten.

Der Vorstand der CSU Tegernheim 1977

Sprach man bei der Kommunalwahl 1966 von einem „großartigen Ergebnis“, so war diesmal ein voller Erfolg zu verbuchen. Mit einem überzeugenden Wahlsieg für Josef Schober (74,4 %) errang die CSU zusätzlich zehn der erstmals 16 Gemeinderatssitze. Neben den bewährten Gemeinderäten Josef Gold und Karl Beutl, zogen für die CSU erstmals acht neue Gemeinderäte, nämlich Hans-Georg Drummer, Gerhard Haberkorn, Karl Hofer, Manfred Käufel, Alfred Schnaitter, Herbert Wittl, Max Wolf und Alfons Zahnweh ins Rathaus ein. Karl Beutl wurde vom Gemeinderat zum 2. Bürgermeister gewählt.

Der Protokollführer erwähnt den „sauberen Wahlkampf“, der in Tegernheim stattgefunden hat, sowie die „Achtung und den Respekt, der jeder Person, unabhängig der jeweiligen politischen Anschauung“ entgegengebracht wurde.

Die politische Auseinandersetzung prägte in dieser Zeit v.a. die anstehende Gemeindegebietsreform, bei der Tegernheim von einer Eingemeindung nach Regensburg bedroht war. Es ist dem tatkräftigen Einsatz von Landrat Deininger und Landtagsabgeordneten Adolf Beck zu verdanken, dass Tegernheim in diesen Jahren seine Eigenständigkeit behielt.
 

Aufwärtsentwicklung in der Gemeinde und im Ortsverband

Unter Bürgermeister Schober war in Tegernheim eine stete Aufwärtsentwicklung festzustellen. In seiner Amtszeit wurde der Schulhausneubau vollzogen. Der Bau der Kanalisation wurde erheblich vorangetrieben sowie Ortsstraßen und Ortsbeleuchtung weiter ausgebaut. Durch die Ausweisung von Baugelände erlebte der Ort eine rege Bautätigkeit. Trotz enormer Investitionen wurde die pro-Kopf -Verschuldung stets unter dem Landesdurchschnitt gehalten. Die Entwicklung des Ortsverbandes war unverkennbar aufwärts gerichtet. Der Mitgliederstand bei der Ortshauptversammlung am 13. Oktober 1973 ist mit 90 festgestellt. Josef Gold wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt, während die übrige Vorstandschaft nahezu neu besetzt wurde. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

Josef Gold 1. Vorsitzender
Hans Hein 2. Vorsitzender
Alfred Schnaitter 1. Schriftführer
Gerhard Haberkorn 2. Schriftführer
Alfons Zahnweh 1. Kassier
Hans-Georg Drummer 2. Kassier

 

 

 

 

 

Als Beisitzer wurden Josef Gantner, Ursula Engl, Alfred Datzer, Kasimir Sobolewski, Lothar Eichinger und Stefan Dirndorfer gewählt. Seit dieser Zeit sind für den Ortsverband die monatlichen Mitgliederversammlungen zur Regel geworden (zweiter Dienstag im Monat). Zudem wurden durch den Vorsitzenden Gold Reisen u.a. nach Berlin, Wien und in die fränkische Schweiz organisiert und vermittelt, die z.T. auf große Resonanz stießen.

Bereits im April 1974 konnten weitere Neumitglieder begrüßt werden und damit die 100-Mitgliedsgrenze durchbrochen werden.

An der Osserstraße wurde von den CSU-Mitgliedern in über 400 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden ein Kinderspielplatz errichtet, der am 04. Mai 1974 mit einer kleinen Feier an die Gemeinde übergeben wurde. Seit 1974 erscheint auf Anregung der CSU-Fraktion vierteljährlich das gemeindliche Mitteilungsblatt. Mit der Ansiedelung eines praktischen Arztes konnte die ärztliche Versorgung erheblich verbessert werden. Die am 05. März 1977 durchgeführten Neuwahlen brachten nur eine einzige Veränderung: Karl Beutl wurde 2. Vorsitzender des Ortsverbandes.
 

Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen 1978

Mit der Entscheidung zukünftig einen hauptamtlichen Bürgermeister für Tegernheim zu wählen wurden die Weichen für die Kommunalwahlen 1978 gestellt. In der Aufstellungsversammlung am 04. Juni 1977 wurde Karl Beutl zum Bürgermeisterkandidaten der CSU nominiert und am 08. Oktober 31 Bewerber für die Gemeinderatsliste aufgestellt. Für den Kreistag wurde Karl Hofer vorgeschlagen. Trotz der Mitbewerbung einer freien Wählergruppe, die kurz vor der Wahl durch das langjährige CSU-Vorstandsmitglied Hein ins Leben gerufen wurde, konnte die CSU ihre Position behaupten. Karl Beutl wurde Bürgermeister und neben den bisherigen Gemeinderäten Karl Hofer, Josef Gold, Alfred Schnaitter, Hans-Georg Drummer, Alfons Zahnweh und Max Wolf wurden Josef Schober jun., Herbert Wittl, Gerhard Haberkorn und Manfred Käufel ins Gemeindeparlament berufen. Zum zweiten Bürgermeister wurde Karl Hofer gewählt, der zudem ein Kreistagsmandat erringen konnte.
 

Auszeichnungen für den Altbürgermeister

Der aus Altersgründen ausgeschiedene Bürgermeister Josef Schober wurde auf Antrag der CSU-Fraktion zum Altbürgermeister ernannt. Zum 70. Geburtstag wurde Josef Schober für seine Verdienste zum Wohl der Gemeinde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Anlässlich seines 75. Geburtstages wurde ihm im Rahmen einer Festsitzung des Gemeinderates die Ehrenbürgerurkunde überreicht.
 

Führungswechsel beim CSU-Ortsverband

Nachdem Josef Gold den CSU-Ortsverband nahezu 12 Jahre erfolgreich geführt und wesentlich zu seiner Entwicklung beigetragen hat – der Mitgliederstand wurde in dieser Zeit beinahe verdreifacht – nahm er von einer weiteren Nominierung zum 1. Vorsitzenden Abstand.

Landrat a.D. Leonhard Deininger würdigte in seiner Eigenschaft als CSU-Kreisvorsitzender die Verdienste von Josef Gold und brachte zum Ausdruck, dass die positive Entwicklung in einer Gemeinde auch in großem Umfang mit seinem Wirken in Verbindung stehe.

Die Ortshauptversammlung wählte am 09. Januar 1979 Gemeinderat Hans-Georg Drummer zum neuen Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes. Die übrige Vorstandschaft wurde nahezu einstimmig bestätigt. Die Position der Partei weiter auszubauen und zum Wohl der Bürger zu arbeiten sah der neue Vorsitzende als seine Hauptaufgabe und bat dabei alle Mitglieder um Unterstützung. Dass der in Tegernheim eingeschlagene Weg richtig sei, wurde dem Ortsverband auch überregional wiederholt bestätigt.
 

Information und Mitarbeit

Mit der Durchführung seiner Monatsversammlungen hat der Ortsverband ständig über die Arbeit im Gemeinderat informiert und seine Mitglieder immer wieder zur Mitarbeit angeregt. So konnten in den folgenden Jahren Forderungen und Vorstellungen bezüglich Straßenbau, Ortskanalisation, Ortsbeleuchtung, Straßenbeschilderung, Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr und des Betriebshofes usw. jeweils frühzeitig in die Beratungen des gemeindlichen Haushaltes eingebracht werden. Die Einladungen unter dem Thema „Bürgermeister und Gemeinderäte informieren“ stießen jeweils auf gute Resonanz.

Einen besonderen Stellenwert bei den Veranstaltungen hat auch die 1980 erstmals durchgeführte Adventsfeier, ab 1982 unter Beteiligung des FU-Ortsverbandes und später des JU-Ortsverbandes, die traditionell unpolitisch und in stimmungsvoller Atmosphäre stattfindet und bis heute zum festen Programmpunkt des Vereinsjahres gehört. Seit 1982 rundet jeweils ein gemeinsames Abendessen die Veranstaltung ab.

Seit Ende der 70er Jahre fanden im Wahlkampf regelmäßig auch sog. „Frauennachmittage“ statt, die stets gut besucht waren und immer mit bekannten Referenten aufwarten konnten.

Eine besonders gut besuchte Wahlversammlung mit über 150 Besuchern gelang dem Ortsverband anlässlich der Europawahl 1979 durch den Besuch des Spitzenkandidaten Dr. Otto von Habsburg am 04. Mai 1979.



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